Grundsatzrede Carlo Schmid Teil 2

publiziert 19.02.2022

 

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Videoausschnitt 15:10 min. Bitte selber anhören.

 

Berichtet wird: Die bedingungslose Kapitulation erfolgte nur seitens der Wehrmacht, sie betraf nicht die Existenz des Staates Deutsches Reich. Eine Debellatio fand nicht statt.(Erläuterung zum Begriff Debellatio im Video).

 

Die fortbestehende Existenz des Deutschen Reiches über die Kapitulation hinaus wurde vom Bundesverfassungsgericht in BVerfGE 2 BvF 1/73 vom 31.07.1973 unter Randnotiz 77 ff. bestätigt (Seite Deutsches Reich lebt).

 

Die Folge der Zerschlagung der NS-Staatsapparates bedeutete also nicht das Ende des Deutschen Reiches, sondern nur dessen Desorganisation, das heißt, der Wegfall jeder staatlichen Organisation. Diese wurde ersetzt durch faktisch treuhänderisches Verhalten zu Gunsten des Deutschen Reiches von Bürgermeistern, Landräten etc., aber auch durch die Besatzer selber.  

 

 

Das Deutsche Reich war weiter rechtsfähig,

aber nicht mehr geschäftsfähig, nicht mehr handlungsfähig:

 

Deutschland musste neu organisiert werden!

 

 

Damit verbunden war aber nicht der Untergang des Deutschen Reiches, nicht die Gründung eines neuen Staates, sondern nur der Wechsel des politischen Systems

 

 

Anmerkung allgemein

 

Dieser Mangel an Organisation sollte durch das ausgearbeitete Grundgesetz beendet werden, als nach dem Willen der Alliierten und damit unter Fremdherrschaft wieder eine organisatorische Hierarchie eingeführt werden sollte.

 

Die Treuhänderschaft über das Deutsche Reich wurde von den Alliierten mit der Verkündung und Inkraftsetzung des Grundgesetzes am 23.05.1949 für das als Bundesrepublik Deutschland bezeichnete Besatzungsgebiet der Alliierten West auf die neu zu wählenden Abgeordneten des Bundestages und nachfolgend alle Verfassungsogane, Länder, Behörden und gegebene Staatsbedienstete übertragen. 

 

In Teil 1 ist als letzter Absatz zitiert: "Das alles hindert nicht, dass dieser Organismus nach innen in wirksamer Weise obrigkeitliche Gewalt auszuüben vermag."

 

Genau dies wird seit 1949 auf der Grundlage der Organisationsregelung Grundgesetz von der treuhänderisch mit der Führung des von den Alliierten-West besetzten Teils des Deutschen Reiches unter der Bezeichnung Bundesrepublik Deutschland eingesetzten Organisation praktiziert.Mit der Wiedervereinigung wurde die treuhänderisch eingesetzte Staatsgewalt West übernahm diese auch den Bereich der (heute ehemaligen) DDR.

 

Nur: Das grundsätzliche Problem dabei ist, dass  diejenigen, welche mit der Anwendung der Organisation Deutschlands beauftragt wurden, also die Staatsgewalt übernommen und ausgeübt haben, diese Regeln im Laufe der Zeit so verändert haben, dass das deutsche Volk selber nicht mehr in der Lage ist, diese Regelungen seinem Willen zu unterwerfen. Ansatzweise ist dazu schon in den Anmerkungen zu Teil 1 ausgeführt, in Teil 4 wird weiter informiert. .

 

Weiter zu Teil 3 der Grundsatzrede Carlo Schmid.