Getötete Verfassungsbeschwerden

publiziert 20.07.2015, geä. 15.01.2017, überarb. 07.04.,

 

 

Das Motto der Bundesverfassungsrichter lautet:

 

 

Nur eine tote Verfassungsbeschwerde

ist eine gute ("gute" oder "GUTE") Verfassungsbeschwerde.

 

 

Entsprechend wird agiert: Nachfolgend eine Sammlung von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes, die mir zuteil geworden sind.

 

Anscheinend habe ich Verletzungen an meinen Verfassungsrechten gespürt, wo gar keine gegeben waren! Na sowas! Aber bei solch schizoiden Beschwerden gibt es ja zum Glück Bundesverfassungsrichter, die sozusagen als Exorzisten den Bürger von seinen abstrusen Vorstellungen von der Wertigkeit und Gültigkeit seiner Rechte "heilen".

 

 

Nichtannahme mit Begründung

  1. 2 BvR 2063/00 vom 21.08.2001 - i. S. Art. 68 Abs. 2 Landesverfassung von BW, §§ 90 Abs. 2, 93a, 93d BVerfGG (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  2. 2 BvR 2/01 vom 18.07.2001 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 4/00 und Art. 68 Landesverfassung BW (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  3. 1 BvR 559/01 vom 07.05.2001 - i. S. § 641a BGB (vorgestellt auf der Seite Doping-Gesetz)
  4. 2 BvR 342/01 vom 21.08.2001 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 1/01 (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  5. 2 BvR 884/01 vom 21.08.2001 i. S. Bundeswahlgesetz (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  6. 2 BvR 1070/01 vom 21.08.2001 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 2/01 (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  7. 1 BvR 1575/02 vom 03.06.2003 i. S. Landgericht Stuttgart 10 T 180/02
  8. 2 BvR 34/03 vom 30.07.2003 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 12/02
  9. 2 BvR 2247/08 vom 16.12.2008 i. S. Insolvenzverfahren 8 IN 431/08 Amtsgericht Gera wg. Durchführung der 1. Gläubigerversammlung (Auferlegung Missbrauchsgebühr)
  10. 2 BvR 228/09 vom 17.02.2009 - i. S. § 8 Europawahlgesetz, weil sich kein Bürger um ein Mandat zum Europaparlament bewerben kann.
  11. 2 BvQ 49/13 vom 19.11.2013 Eilantrag in Sachen Strafverfahren wegen Beleidigung der Hilfsrichterin Rosenkranz vom Amtsgericht Waiblingen, bis vom Gericht gewährleistet ist, dass das Verfahren vom gesetzlichen Richter geleitet wird.

  

Nichtannahme ohne Begründung

  1. 2 BvR 401/00 i. S. Bundeswahlgesetz und § 93 Abs. 3 BVerfGG
  2. 2 BvR 667/00 vom 23.01.2001 i. S. § 37 Parteiengesetz und § 93 Abs. 3 BVerfGG
  3. 2 BvR 771/00 vom 07.09.2000 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 1/00, Art. 68 Landesverfassung BW, § 93 Abs. 3 BVerfGG
  4. 1 BvR 2196/00 vom 15.12.2000 wegen § 641a BGB (vorgestellt auf der Seite Doping-Gesetz)
  5. 2 BvR 1465/02, 2 BvR 1891/02 vom 30.07.2003 i. S. Staatsgerichtshof Baden-Württemberg GR 4/01
  6. 2 BvC 5/04 vom 12.04.2005 i. S. Wahlanfechtung Bundestagswahl
  7. 2 BvQ 18/04 vom 28.04.2004 i. S. fehlender Möglichkeit, sich als Bürger um das Amt des Bundespräsidenten zu bewerben.
  8. 2 BvQ 19/04 vom 19.05.2004 i. S. fehlender Möglichkeit, sich als Bürger um das Amt des Bundespräsidenten zu bewerben.
  9. 2 BvR 2233/05 vom 18.01.2006 i. S. Thüringer Verfassungsgerichtshof VerfGH 19/05
  10. 2 BvR 294/07 vom 16.02.2007 i. S. Besetzung Richterbank Amtsgericht Jena 22 C 11/06 und 28 C 5/06
  11. 2 BvR 2281/08 vom 24.11.2008 i. S. Insolvenzverfahren 8 IN 431/08 Amtsgericht Gera wg. Durchführung Gläubigerversammlung und Prüfungsverhandlung
  12. 1 BvR 3288/08 vom 07.01.2009 i. S. Insolvenzverfahren 8 IN 168/99 Amtsgericht Gera wegen Einberufung einer Gläubigerversammlung
  13. 1 BvR 3343/08 vom 10.12.2008 i. S. Thüringer Verfassungsgerichtshof VerfGH 17/08, VerfGH 18/08
  14. 2 BvR 357/09 vom 17.03.2009 i. S. der fehlenden Möglichkeit, sich als Bürger um eine Mitgliedschaft in der Bundesversammlung zum Zweck der Mitwirkung an der Wahl des Bundespräsidenten zu bewerben (es wird auf den Spiegel-Online Bericht Don Quijote der Demokratie verwiesen).
  15. 2 BvR 1437/09 vom 22.05.2010 i. S. Wahl des Bundespräsidenten und BPräsWahlG
  16. 2 BvR 281/10 vom 22.03.2010 i. S. Beschluss Verwaltungsgerichtshof BW Az. 1 S 2168/09 u. Richterablehnung
  17. 1 BvR 672/10 vom 15.12.2009 i. S. Beschluss Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 1 S 42/10 und Verwaltungsgericht Karlsruhe 3 K 1829/09
  18. 1BvR 2040/11 vom 17.08.2011 i. S. Verletzung rechtliches Gehör 8 U 1054 Thüringer Oberlandesgericht
  19. 2 BvR 2093/12 vom 25.02.3013 i. S. Thüringer Verfassungsgerichtshof VerfGH 25/10
  20. 2 BvR 206/13 vom 25.02.2013 i. S. Unterdrückung einer Verfassungsbeschwerde am Thüringer Verfassungsgerichtshof
  21. 2 BvR 222/13 vom 25.02.2013 i. S. Schreiben des Präsidenten des Thüringer Verfassungsgerichtshofs und mittelbar gegen die §§ 19, 28 ThürVerfGHG
  22. 2 BvR 255/13 vom 25.02.2013 i. S. Geschäftsverteilungsplan für Rechtspflegerdienstgeschäfte am Amtsgericht Gera u. a.
  23. 2 BvR 378/13 vom 13.03.2013 i. S. Aufsicht Amtsgericht Gera über Insolvenzverwalter im Verfahren 8 IN 168/99
  24. 2 BvR 803/13 vom 20.11.2014 i. S. Thüringer Verfassungsgerichtshof ThürVerfGH 2/13, 3/13, 4/13, 5/13 und 6/13
  25. 2 BvR 1116/13 vom 11.06.2013 i. S. Gerichtsvollzieherordnung und unlegitimierter Durchführung hoheitlicher Handlungen
  26. 1 BvR 1803/13 vom 13.11.2012 i. S. Beschlüsse Staatsgerichtshof Baden-Württemberg 1 VB 52/13, 1 VB 47/13, 1 VB 35/13 (vorgestellt auf der Seite StGHG-BW Normenkontrollklage)
  27. 1 BvR 3162/13 vom 21.11.2013 i. S. Thüringer Oberlandesgericht 2 VA 2/13 (vorgestellt auf der Seite keine Einsicht in den GVP)
  28. 1 BvR 3347/13 vom 04.12.2013 i. S. Beschluss Verwaltungsgerichtshof BW Az. 1 S 2381/13
  29.  durch Obergerichtsvollzieher Schneck (vorgestellt auf der Seite Rechtsprechung a la Nazi).
  30. 2 BvR 1229/14 vom 16.06.2014 i. S. Landgericht Stuttgart 10 T 199/14
  31. 1 BvR 3477/14 vom 08.01.2015 i. S. Beschlüsse Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 1 S 2308/14, 1 S 2048/14, 1 S 2027/14
  32. 2 BvR 1194/15 vom 06.07.2015 i. S. Oberlandesgericht Stuttgart Az. 2 Ss 95/15 (vorgestellt in Strafverfahren Zimmer) 
  33. 1 BvR 1367/15 vom 29.06.2016 i. S. Thüringer Oberverwaltungsgericht Az. 2 VO 488/13 wegen unzulässiger Entscheidung von durch Gesetz von der Entscheidung ausgeschlossenen Richtern (vorgestellt auf Seite AG Gera -Boykott einer Klage).
  34. 1 BvR 1367/15 vom 29.06.2015 - Verletzung Recht auf gesetzlichen Richter durch das Thüringer Oberverwaltungsgericht (vorgestellt auf Seite AG Gera - Boykott einer Klage)
  35. 2 BvR 1523/15 vom 05.10.2015 i S. Thüringer Oberlandesgericht 5 W 494/14
  36. 2 BvR 523/17
  37. 1 BvR 535/17

Weitere werden noch hinzukommen.

 

 

AR 6200/00

 

Die Seite AR 6200/00 bzw. 1 BvR 2196/00 (siehe Liste oben). Auf dieser wird die Systematik deutlich, wie in Karlsruhe nach Widerspruch gegen die Einordnung einer Verfassungsbeschwerde und Widerspruch nachfolgend "Recht" gesprochen wird. Es geht um eine vom Gesetzgeber neu eingeführte Norm, durch nicht öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige gegenüber öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständingen bereits mit der Einführung der Norm unzulässig gem. Art. 3 GG ungleich gestellt werden

 

Es wird belegt, dass selbst die grundgesetzwidrige Jahresfrist gem. § 93 Abs. 3 BVerfGG durch das Merkblatt dominiert wird: Man muss erst durch das Gesetz selbst, unmittelbar und gegenwärtig in seinen Rechten verletzt sein, damit man eine Verfassungsbeschwerde erheben kann.

 

 

Die Bundesverfassungsrichter lassen die Einführung grundgesetzwidrigen Rechtes unbeanstandet,

anstatt die Einführung sofort zu unterbinden.

 

 

Man muss als Bürger durch das grundgesetzwidrige Recht also erst in seinen Rechten verletzt sein, damit man die Verfassungsbeschwerde erheben kann. Diese wird dann anschließend totgeschlagen.

 

 

Perfider kann man als Bundesverfassungsrichter

im Grundsatz nicht agieren.

 

 

Die Seite AR 6200/00.