Eid des Hippokrates

30.05.2017

 

 

Die bei meinem Unfall erlittenen körperlichen Beschädigungen wurden von den Ärzten nur bedingt versorgt. Die Platzwunden wurden am Klinikum Winnenden, der Schädelbruch am Klinikum Ludwigsburg versort. Alle sonstigen Verletzungen blieben unbehandelt. Grund: Meine Krankenkasse Securvita hat mir, weil ich mich erdreistet hatte, monatlich nur die Zahlungen zu leisten, auf welche die Krankenkasse bei einer grundgesetzkonformen Beitragsbemessung Anspruch hatte, und nicht die, welche die Securvita auf der Grundlage des grundgesetzwidrigen § 2 Abs. 4 BeitrVerfGrsSz Anspruch erhoben hat. Info dazu auf Seite GKV und Securvita

 

Um ihren grundgesetzwidrige Beitragsbemessung durchzusetzen, wurde von der Securvita das Ruhen meiner Leistungsanspüche verfügt. Seite Abwehr des Betrugs. Folglich wurde ich nachfolgend zu meinem Unfall von den Ärzten nur in dem Maß ärztlich versorgt, wie die Securvita sich zur Übernahme der Kosten bereit erklärt hat, bzw. durch Gesetz zur Übernahme der Kosten verpflichtet ist.

 

 

Damit unterwerfen sich die Ärzte der aus

wirtschaftlichen Gründen von der Securvita angeordneten sparsamst möglichen gesundheitlichen Betreuung.

 

 

Da stellt sich doch die Frage, ob die Anordnung des Ruhens des Leistungsanspruches für Ärzte bindend ist, oder ob sie nicht verpflichtet sind, unter Ignoranz einer solchen Verfügung einen Partienten nach bestmöglicher Art ärtzlich zu versorgen.

 

 

Das Ärztegelöbnis

 

Arztgelöbnis

 

das Gelöbnis, das der Berufsordnung für Ärzte vorangestellt ist und das den früheren "Eid des Hippokrates" abgelöst hat. Das Arztgelöbnis lautet:
"Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrecht erhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen, weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht im Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Ich werde meinen Lehrern und Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre."
Dies also verspricht ein Arzt im Arztgelöbnis. Er macht "bei der Ausübung seiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied" in Sachen "sozialer Stellung."
Und was machen die Ärzte tatsächlich, wenn ihnen von einer Krankenkasse mitgeteilt wird, wir übernehmen für das Mitglied X für die Gesundheitsvorsorge überhaupt keine Kosten mehr. Nur bei "akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen" erklärte sich die Securvita gemäß ihrem auf auf Seite Abwehr des Betruges zitierten Schreiben vom 08.04.2016 (ganz unten) zur Übernahme von Kosten bereit.
Wenn sich Ärzte jetzt an diese Anordnung der Securvita halten,
ist dann diese sich daraus ergebende auf "Sparflamme" erbrachte ärztliche Leistung noch mit dem Artgelöbnis vereinbar?
Da habe ich doch so meine Bedenken. Vor allem im Hinglick auf Artikel 2 Grundgesetz.

Artikel 2 Grundgesetz
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Zu diesem Grundrecht zählt m. E. nach auch das Recht auf Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit im "Schadensfall", also im Falle eines Umfalls, wie ich ihn erlitten habe.
Klären kann man diesen Sachverhalt wohl nur durch eine Klage gegen die Kliniken Winnenden und Ludwigsburg. Fakt jedenfalls ist, dass meine erlittenen Abschürfungen keine einziges Milligramm einer Heilsalbe erhalten haben: die ärztliche Versorgung reduzierte sich auf das Säubern und Vernähen der Platzwunden, sowie die Operation des Schädelbruchs. Weitere erlittene Blessuren wurden samt und sonders nicht behandelt.
Dies ist nicht mit dem Arztgelöbnis vereinbar.

Asozialer Bundesstaat Deutschland

 

Deutschland ist gem. Art. 20 Abs. 1 Grundgesetz ein "demokratischer und sozialer Bundesstaat."

 

Wenn Deutschland diesem Anspruch genügen will, dann muss es gewährleisten, dass jeder in Deutschland lebende Mensch in jedem Fall und völlig losgelöst davon, ob er überhaupt eine Krankenversicherung besitzt oder mit der Zahlung seiner Mitgliedsbeiträge im Verzug ist und aus welchem Grund er im Verzug ist, umfassend und jederzeit ärztlich versorgt wird.

 

Das heißt, der Staat

  • muss der Ärzteschaft eine Kostenstelle mitteilen, über welche von den Krankenkassen nicht übernommene, aber notwendigerweise erbrachte Leistungen abgerechnet werden.
  • oder er muss die Krankenkassen insgesamt verpflichten, solche von den Ärzten erbrachten Leistungen aus einem gemeinsamen Fond zu erstatten.

Bis dahin müssen Ärzte gemäß ihrem Arztgelöbnis die notwendigen Leistungen erbringen - und bleiben notfalls auf den Kosten sitzen.

 

 

Arztgelöbnis geht wirtschaftlichen Interessen vor.

 

 

Derzeit aber stellen die Ärzte ihre wirtschaftlichen Interessen über das Arztgelöbnis, und akzeptieren das von den Krankenkassen ausgesprochene Ruhen der Leistungsansprüche.