Beispiel erfolgloses Inkasso

publiziert 03.04.2019

 

 

Auf Seite Schuldnerberatung ist empfohlen, Inkassobüros komplett zu ignorieren: Jeden persönlichen oder telefonischen Kontakt verweigern, jedes Schreiben in den Papierkorb, mindestens unbeantwortet lassen, und, vor allem 

 

 

Nichts unterschreiben. 

 

 

Nachfolgend ein Beispiel, was passiert, wenn man alle Aktivitäten eines Inkassobüros ignoriert. 

 

 

Der Verlauf des Inkasso

 

Bitte die Petition i. S. Bundesgesetzblatt beachten. Mit dieser fordere ich, dass das Bundesgesetzblatt III veröffentlicht wird (Antrag Buchst. c). Diese Petition hat ursächlichen Zusammenhang mit der nachfolgend vorgestellten Forderung des Bundesgesetzblattverlages. 

 

 

Diese Rechnung vom 15.12.2017 wurde von mir nicht bezahlt, da die Sammlung Bundesrecht gemäß Gesetz über die Sammlung des Bundesrechtes zu veröffentlichen war, dieses also kostenlos zugänglich sein muss. Warum also für etwas bezahlen, was frei zugänglich sein muss, aber nicht ist, nur weil die Publikation des BGBl III von der Bundesregierung als Auftraggeber des Verlags verhindert wird?

 

Mit Datum 13.08.2018 kam die erste Mahnung des Inkassobüros TESCHINKASSO. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

< Hauptforderung 12 EUR

 

 

 

  

< Inkassobüro schlägt auf die Hauptforderung von 12 EUR 575 %, konkret 69 EUR Kosten auf 

 

 

 

< Zum Inhalt der Forderung des Inkassobüros wird gesondert vorgetragen. Seite Forderung TESCHINKASSO

 

 

 


 

Hätte ich dieses Papier akzeptiert, Motto: "Huch ein Inkassobüro verfolgt mich", also bezahlt oder ein Schuldanerkenntnis oder eine Zahlungsvereinbarung unterzeichnet, hätte ich die Rechtmäßigkeit der Forderung von 81 EUR inkl. der 575 % Kosten und Gebühren unwideruflich anerkannt. Aber:

 

 

Von mir erfolgte keine Reaktion, ich verhielt mich ganz still.  

 

 

Es folgte das Schreiben des Inkassobüros vom 27.08.2018:

 

 

 

Von mir erfolgte keine Reaktion, ich verhielt mich ganz still.  

 

 

Es folgte Schreiben des Inkassobüros vom 12.09.2018:

 

 

 

Von mir erfolgte keine Reaktion, ich verhielt mich ganz still.  

 

 

Es folgte ein Vergleichsangebot des Inkassobüros vom 08.10.2018 mit Reduzierung der Gesamtforderung von 81 EUR um 20 EUR auf noch 61 EUR: Damit wurde der Zuschlag von 575 % auf 408 % abgesenkt, wohl in der Hoffnung, dass ich darauf anspringe und zahle. 

 

 

 

Von mir erfolgte keine Reaktion, ich verhielt mich ganz still.  

 

 

Es folgte noch eine weitere Mahnung, danach war Stille. Bis heute. Seitens des Inkassobüros wurde das Bemühen um Zahlung offenbar eingestellt. Grund meines Erachtens nach: Das Büro hat erkannt, dass ich keine Vereinbarung mit ihm treffen werde. Damit sind die Aufwendungen des Büros "für die Katz". Denn allen Inkassobüros ist eines zu eigen:

 

 

Die Geltendmachung der jeweiligen Hauptforderung

ist für Inkassobüros nur das Mittel,

um ihre Gebühren und Kosten platzieren zu können. 

 

 

Ziel der Inkassobüros ist also nicht mit Brachialgewalt die Hauptforderung einzutreiben, sondern die eigenen Kosten zu platzieren und sich vom Schuldner anerkennen zu lassen. Gelingt das nicht, anerkennt der Schuldner die Kosten nicht, verlieren sie das Interesse an der Sache. 

 

Im Übrigen: wenn der Bundesanzeiger Verlag sich nicht weiter engagiert, verjährt die Forderung am 31.12.2020. 

 

 

Warum kein Mahnverfahren?

 

Wird die Forderung per Mahnverfahren verfolgt, begibt sich das Inkassobüro in das Risiko, dass seine Gebühren und Kosten durch das Gericht überprüft werden. Dies ist dann der Fall, wenn - vorstehendes Beispiel zur Erläuterung - das Inkassobüro über die 81 EUR den Erlass eines Mahnbescheid beantragt hätte. Dazu dann mehr auf der Seite Forderung TESCHINKASSO

 

Ich tu jetzt mal so, als ob die 12 EUR berechtigt gewesen wären:

 

Ich hätte also die Hauptforderung von 12 EUR anerkannt, den Kosten und Gebühren widersprochen, dann wäre es im dann folgenden Gerichtsverfahren nur noch um die Richtigkeit der vom Inkassobüro selber geltend gemachten Kosten gegangen. 

 

 

Inkassobüros wollen zu allererst

ihre eigene Forderung absichern und durchsetzen. 

 

 

Deshalb drohen Inkassobüros regelmäßig nur mit dem gerichtlichen Mahnverfahren, ohne dass sie es tatsächlich anschieben. Denn im gerichtlichen Mahnverfahren können sie ihre überzogenen Forderungen regelmäßig nicht durchsetzen, es sei denn, dass ein Schuldner den Mahnbescheid über sich ergehen lässt, ohne sich dagegen zur Wehr zu setzen.

 

Dazu kann man dann nur feststellen: selber schuld. Und selber schuld ist auch der Schuldner, der einer vorgelegten Zahlungs- oder Stundungsvereinbarung zustimmt, in der die exorbitanten Kosten des Inkassobüros mit enthalten sind. 

 

Ziel eines jeden Schuldners muss es also sein, die Kosten und Gebühren der Inkassobüros zu vermeiden. Deshalb:

 

 

Nichts unterschreiben, was vom Inkassobüro vorgelegt wird. 

 

 

Und wenn wenn etwas anerkannt wird, dann nur die Hauptforderung, und wenn Zahlungen geleistet werden, dann nur auf die Hauptforderung. Tipp auf Seite Schuldnerberatung.