Datenschutz gegen Inkassobüros

publiziert 10.08.2019

 

 

Der nachfolgend erläuterte Aspekt ist nicht auf meiner Miste gewachsen, sondern ich wurde von einem Freund darauf hingewiesen. 

 

 

Der Aspekt Datenschutz ist bei der

Abwehr von Inkassobüros durchaus von Bedeutung. 

 

 

Um folgendes geht es. 

 

 

Gläubiger verletzen Datenschutzbestimmungen

 

 

Die von einem Gläubiger erlangten Daten eines Kunden

müssen von ihm sorgfältig behandelt und

vor Zugriffen von Dritten geschützt werden. 

 

 

 

1. Gläubiger verletzen Datenschutzbestimmungen nicht

 

Gläubiger verletzten die ihnen durch das Detenschutzrecht auferlegte Verpflichtung zum Schutz der Daten ihrer Kunden dann nicht, wenn sie ein Inkassobüro selber beauftragen, eine fällige - oder nur vermeintlich fällige - Forderung geltend zu machen. 

 

Also: Der Gläubiger beauftragt das Inkassobüro mit der Einziehung der gegebenen Forderung. 

 

Dies hat zur Folge, dass das Inkassobüro beim Tätigwerden gegenüber einem Kunden des Gläubigers offen legen muss, dass es im Auftrag des Gläubigers handelt, und eingehende Zahlungen von ihm an den Gläubiger ausgereicht werden. Ebenso ist offenzulegen, dass die Kosten des Inkassos vom Gläubiger getragen werden. 

 

 

 

2. Gläubiger verletzt Datenschutzbestimmungen 

 

Der Gläubiger verletzt dann die Datenschutzbestimmungen, wenn er dem Inkassobüro die Daten seines Kunden zum Zweck überlässt, dass dieses in eigenem Namen die Forderung des Gläubigers und seine eigenen Kosten verfolgt und beizutreiben versucht. 

 

Das Inkassobüro ist im Fall ein Dritter, demgegenüber der Gläubiger verpflichtet ist, die Daten des Kunden zu schützen. 

 

 

Der Gläubiger darf die Daten des Kunden nicht herausgeben. 

 

 

Auch nicht zum mittelbaren Zweck, dass das Inkassobüro auf eigene Rechnung versucht, die Forderung des Gläubigers beizutreiben.

 

 

Die Überlassung der Daten des Kunden an das selbständig agierende Inkassobüro verletzt das Datenschutzrecht. 

 

 

 

Was tun?

 

Wenn ein Inkassounternehmen vorstellig und nicht angezeigt wird, dass es im Auftrag des Gläubigers (Versandhaus oder wem auch immer) handelt, dann ist der Gläubiger sofort anzuschreiben und aufzufordern, zu erklären, auf welcher gesetzlichen Grundlage er dem Inkassobüro die Daten Name, Anschrift, Forderung ausgehändigt hat. 

 

Der Gläubiger darf diese Daten nicht aushändigen, es sei denn, dass er das Inkassobüro beauftragt hat, die Forderung beizuziehen. 

 

Wenn dies nicht der Fall ist, dem Gläubiger ruhig mit einer Strafanzeige wegen Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen drohen. 

 

 

Ein Gläubiger dürfte nach entsprechendem Einwand bemüht sein, das Inkassounternehmen zu stoppen.

 

 

Wenn nicht, Strafanzeige gegen den Gläubiger erstatten. 

 

 

So könnte der Sumpf Inkassoindustrie trocken gelegt werden. 

 

 

Die Gläubiger müssen sich dann wieder darauf besinnen, Mahnkosten von 5 EUR geltend zu machen, und die Mahnverfahren selber zu betreiben.