Deutsches Problem

publiziert 05.09.2015


Kurzinfo:

Wo er Recht hat, hat er Recht - der Herr Ministpräsident Orbán aus Ungarn. Das Asylantenproblem ist zu einem gut Teil ein deutsches hausgemachtes Problem.



Hausgemachtes deusches Problem


Orbán nennt Flüchtlingskrise "deutsches Problem"

"Alle wollen nach Deutschland": Ungarns Regierungschef Orbán sieht die Ursachen der Flüchtlingskrise in Deutschland - nicht in Europa."





Das Problem der nach Deutschland strömenden syrischen Menschen mit dem Ziel, in Deutschland Asyl zu beantragen und dauerhaft bleiben zu können, ist mit Sicherheit zu großem Teil hausgemacht, von der Bundesregierung zu verantworten.


Wenn Merkel den Syrern pauschal Asyl zusagt, braucht sich niemand wundern, dass diese sich auf den Weg ins gelobte unter Bundesrepublik Deutschland firmierende Deutsche Reich machen.Es wäre lebensfremd, etwas anderes zu erwarten.


Am 31.08. gab es bei GlOBUS in Weinstadt (nahe Stuttgart) einen Sparabend: Von 17 bis 22 Uhr gab es auf alle Produkte 20 Prozent Rabatt. Da war was los! Sicherheitspersonal ordnete den Verkehr auf dem Parkplatz und schon davor. Schlangen an den Kassen, die Einkaufswagen schon lange vor 17 Uhr belegt, beladen, und vor den Kassen wurde bis 17 Uhr gewartet, bis die Rabattstunde geschlagen hatte. Schlangen von 20, 30 Metern an allen Kassen.


Fazit: Wenn es etwas günstig gibt, dann will sich jeder seinen Vorteil sicher.


Nichts anderes ist es bei den Asylanten. Wenn diesen bzw. einer bestimmten Gruppe zugesagt wird, ihr dürft kommen, braucht sich niemand wundern, wenn diese tatsächlich kommen. Aber anders als bei GLOBUS waren die deutschen Behörden nicht darauf vorbereitet, dass das Angebot in Anspruch genommen wird. GLOBUS hat Sicherheitspersonal vorbestellt und eingesetzt, die deutschen Behörden hinken mal wieder hinterher, dabei hätten schon bei der Ankündigung von Merkel, ihr dürft kommen, die ersten Unterkünfte bereit gestellt werden müssen, hätte das Volk über die vorhersehbaren Konsequenzen informiert werden müssen.


Über Chaos in Sachen Asylanten braucht sich wahrlich niemand wundern.



Aushebelung von Dublin


Merkel hat die Vereinbarungen von Dublin ausgehebelt, als sie verkündert hat, ihr Syrer dürft kommen. Dies auf der einen Seite.


Auf der anderen Seite verlangt sie aber die Umsetzung der Dubliner Vereinbarung, dass die Asylanten im ersten EU-Land, das sie betreten, registriert werden. Und wenn Ungarn dieser Forderung entspricht, regen sich alle auf. Sie regen sich aber auch und erst recht darüber auf, wenn die Ungarn die Asylanten mit pauschalder deutscher Aufnahmezusage einfach nach Deutschland weiterreisen lassen.


Also was nun, hü oder hott?


Aber wenn sich alle Asylanten zuerst in Ungarn registrieren lassen müssen, auch wenn sie nur das Angebot von Frau Merkel annehmen und nur nach Deutschland durchreisen wollen, dann muss die EU, wenigstens Frau Merkel, die Ungarn logistisch und finanziell unterstützen. Und warum fahren zum Beispiel keine deutschen Beamten nach Ungarn, um dort die Asylanträge der privilegierten Syrer entgegenzunehmen? Würde doch einiges vereinfachen. Die aufgenommen Bewerber könnten gleich danach geordnet in die Züge gesetzt werden, und am Ankunftsbahnhof München oder Hamburg wüssten die Behörden bereits, wer und wie viele ankommen werden.


Und alle anderen nach Ungarn einreisenden Asylbewerber wüssten, dass sie dort warten müssen, bis über ihren Antrag entschieden ist. Ich denke, einige würden da erst gar nicht mehr kommen.