Geld- und Sachleistungen

publiziert 14.09.2015, ERg. 18.09.,

 

Kurzinfo:

Mehr Sachleistungen, das Taschengeld für Flüchtlinge auf den Prüfstand stellen: Mit seinen Forderungen im ZDF heute-journal hat Innenminister de Maiziere eine kontroverse Debatte entfacht. Aber: Hilft der Tausch von Geldleistungen zu Sachleistungen?

 

 

Unterhalt in Deuschland für anerkannte Asylbewerber

 

Auszug aus ZDF-Bericht.

 

Sachleistungen und Geldzahlungen

Laut Asylbewerberleistungsgesetz gibt es das, was fürs tägliche Leben nötig ist. Das sind, solange die Asylbewerber im Flüchtlingsheim sind: Unterkunft, Kleidung und Ernährung. Dazu kommt ein Taschengeld. 

Einem Erwachsenen stehen durchschnittlich 130 Euro, einem Kind je nach Alter bis zu 90 Euro pro Monat zu. Hierüber können Flüchtlinge frei verfügen. Sie können das Geld zum Beispiel also auch in ein Smartphone investieren, um telefonisch Kontakt zu Verwandten, Behörden und Freunden zu halten. Flüchtlinge, deren Asylantrag anerkannt wurde, haben Anspruch auf Sozialleistungen. Dazu gehören Geld- und Sachleistungen - insgesamt pro Monat durchschnittlich 350 Euro.

 

Nicht enthalten sind Kosten für Unterkunft, die Herstellung der Unterkunft überhaupt, Medizinische Versorgung, Kosten der Verwaltung (Behörden), Transport hin und her, quer und zurück durch Deutschland, et cetera.

 

 

Unterhalt z. B. im Libanon für Flüchtlinge

 

Laut einem Bericht in den Medien aus einem großen Flüchtlingslager im Libanon erhielten die Flüchtlinge bis dato 31 US-Dollar. Pro Monat. Dieser von der UN geleistet Zahlung wurde aktuell auf 9 US-Dollar reduziert - weil die UN kein Geld mehr hat. Differenz: 22 US-Dollar. Wenn das Geld bisher also gerade für einen Monat ausgereicht hat, reicht es jetzt noch für etwa eine Woche.

 

Laut Aussage von Flüchtlingen würden diese bleiben,

wenn sie weiter die bisherige finanzielle Unterstützung erhalten würden.

 

Diese desolate wirtschaftliche Lage ist mit ein Grund, warum die Flüchtlinge sich in Heerscharen aufmachen ins gelobte Europa. Nach Deutschland, Österreich, Schweden. 

 


Bildlink: http://www.zukunftskinder.org/?p=50959


 

Würde es dieses Bild auch geben, wenn Frau Merkel anstatt die Türe hoch und die Tore weit zu machen, diese 350 EUR Geld- und Sachleistungen (ohne Kosten für Unterkunft, die Herstellung der Unterkunft überhaupt, Medizinische Versorgung, Kosten der Verwaltung, Transport hin und her, quer und zurück durch Deutschland, et cetera) der UN zweckgebunden zur Verfügung stellen würde, um die Flüchtlinge im Libanon versorgen zu helfen?

 

Angenommen es kommen 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland und alle werden anerkannt. Macht pro Monat 800.000 mal 350 EUR = 280 Mio. EUR Geld- und Sachleistungen. Pro Monat. (Und wenn man nur mit 130 EUR für 800.000 Asylbewerber rechnet, deren Verfahren noch läuft, kommen immer noch 104 Mio. EUR zusammen.)

 

Für diese 280 Mio. EUR (geteilt durch 22 EUR und EURO einfach mal gleichgesetzt mit US-Dollar) könnte der Betrag von 9 US-Dollar auf 31 US-Dollar für 12,7 Mio. Flüchtlinge aufgestockt werden. Monatlich.

 

Es sitzen im Libanon nach Medienberichten aber "nur" ca. 1,5 Mio. Flüchtlinge. Diese mit der Differenz von 22 US-Dollar auszustatten würde monatlich also nur rund 33 Mio. EUR kosten. Und wenn die ganzen 280 Mio. EUR überwiesen würden, würden wir trotzdem noch ganz erhebliche Summen sparen. Nämlich die Kosten für Unterkunft, Polizeieinsätze, Registrierungen etc.

 

Das Modell "kommt alle nach Deutschland" wird nicht über lang, sondern über kurz ingesamt in einer Größenordnung von locker  50 bis 80 oder noch mehr Milliarden EUR landen. Wer zahlt's? Der Steuerzahler.

 

Provokante Frage: Können die in Berlin nicht rechnen? Oder halten sie es nicht für nötig, zu rechnen: Es ist schließlich nicht ihr eigenes Geld, das sie ausgeben! Würden sie das Geld gleich an die UN für den Libanon und andere Flüchtlingslager überweisen, dort helfen, das Leben erträglicher zu gestalten, würde es auch weniger Ertrunkene geben. Und die Schlepper würden auch knapp(er) bei Kasse sein.

 

Also, woran hebt's? Es hebt daran, dass wir, das Volk, bei gar nichts mitreden können, was im politischen Deutschland passiert, und warum was wie passiert. Infos dazu gibt es auf der Seite BRD ist Unrechtsstaat.



Nachtrag:

Natürlich kann durch Zahlungen an die UN, richtig UNHCR nicht verhindert werden, dass Flüchtlinge sich Richtung Europa auf den Weg machen, aber grundsätzlich würde die Lage der Flüchtlinge in den Lagern in Syrien,, der Türkei und anderswo verbessert werden. Insofern hätte jede Zahlung eine humanitäre Legitimation - und wäre auch aus diesem Grund sogar geboten.