Talk ohne parteilose Wahlbewerber

publiziert 03.02.2016

 

Nachdem Ministerpräsident Kretschmann und und sein Juniorpartner von der SPD, Wirtschaftsminister Nils Schmid, ihren Wiederstand gegen ein Treffen mit Vertretern der AfD, FDP und Linkspartei aufgegeben haben, treffen nun am 24.02.2016 im "Treffpunkt Foyer" in der Stuttgarter Liederhalle und nochmals am 10.03.2016 im SWR-Fernsehen die führenden Spitzenkandidaten der Parteien (eingeschlossen die CDU) aufeinander.

 

Es ist natürlich schön, dass sich Herr Kretschmann und Herr Schmid darauf besonnen haben, dass sie den Wählern verpflichtet sind, und nicht dem eigenen Ego und ihrer Einschätzung, ob andere Parteien ihrem Verständnis von demokratischen Parteien entsprechen.

 

Gut jetzt sind es sechs, die an den Elefantenrunden mitmachen. Und was ist mit den drei gegebenen Einzelbewerbern? Die finden weder im Treffpunkt Foyer noch in der SWR-Runde statt, werden ignoriert und ihrer von Haus aus sowieso geringen Chancen beraubt, sich halbwegs erfolgreich um ein Mandat zu bewerben.

 

Aber zu was soll man auch drei Einzelbewerbern die Möglichkeit bieten, sich vorzustellen, wenn die sowieso kein Mandat übernehmen können, selbst wenn sie im Wahlkreis obsiegen würden:

 

 

Das von der CDU installierte Landeswahlgesetz verteilt die Abgeordnetenmandate nur auf Parteien. 

 

 

Der parteilose Bürger, der ja keine Partei ist, ist damit grundsätzlich ausgegrenzt - die Seite Wahlrecht in BW, Abschnitt Die Ausbootung von Einzelbewerbern.