Pkw sind künftig ständig online

publiziert 17.01.2018

 

 

Sie haben den blog #2018-18 gelesen? Dann weiter. Wirtschaftsjournalist Johannes Frewel berichtet: 

 

Ende der Privatsphäre im Auto einläuten. Das Bundesinnenministerium hat Medienberichten
zugfolge bereits klare Pläne. Gespräche in Autos abhören, Daten in Echtzeit auslesen.
Digitale Hintertüren, damit Behörden jederzeit in die Steuerungssoftware eingreifen können.
Wer das nicht will, sollte seinen jetzigen Wagen noch lange fahren, falls der noch nicht
bereits ständig online ist, rät Michael Bruns. "Viele Autos haben bereits eine SIM-Karte
eingebaut. Die senden nicht nur den Kilometerstand oder die Füllstände vom Öl oder
Kühlwasser, sondern alles mögliche andere auch. Wer da sicher sein will, dem bleibt nichts
anderes übrig, als ein altes Auto zu fahren."
Autofahrer können die Datensammelwut nicht stoppen, die Onlineverbindung lässt sich nicht
abschalten. Sollten Pläne der Behörden Wirklichkeit werden, dann sitzen Polizei und
Geheimdienste bald nicht nur potentiell mit am Steuer. Sie könnten auch auf Mikrofone und
Kameras digitalisierter Autos zugreifen

Fast 3,5 Millionen Neuwagen will die deutsche Autoindustrie in diesem Jahr verkaufen. Ab 1. April   ist   das   elektronische   Datenmodul eCall bei Neuwagen gesetzlich vorgeschrieben. Jedes Auto bekommt eine eigene SIM-Karte und ist ständig mit dem Netz verbunden – auch wenn es abgestellt und fest verschlossen ist. Von Autobauern über den ADAC, Versicherungen und Behörden - alle wollen Zugang zu den Nutzungsdaten. Lediglich bei Versicherungen, die Rabatte   abhängig vom Fahrstil anbieten, sei der Datenschutz in Ordnung, betont Michael Bruns von der Stiftung Warentest: "Die Versicherer bieten Telematik-Tarife an. Da muss man sagen, die Datensammelei ist abgestimmt mit dem Datenschutzbeauftragten. Das ist vom Konzept her durchaus sicher, denn da sind die Daten verschlüsselt und anonymisiert. Der Versicherer bekommt nur den Score-Wert, 80, 90 oder 100 Punkte."

 

Datenverhalten bei allen Apps kritisch

 

Ganz anders die Apps von Autoherstellern. Sie sammeln wild offenbar alles, was sie bekommen können. Was genau, bleibt geheim. Mit Sensoren erfasst werden nicht nur etwa Motorwerte. Auch das, was sich beispielsweise auf dem Beifahrersitz tut. Stiftung Warentest fragte 13 Autohersteller, welche Daten aus dem Auto an alle möglichen Empfänger gesendet werden. Außer Daimler antwortete niemand. "Man kann es letzenendes gar nicht sagen, weil es unmöglich ist, sich in diese Apps reinzuhacken. Bei allen war das Datenverhalten kritisch. Alle Apps senden schon beim Starten des Autos, wo man ist. Da gehen die Daten sofort an Google, an Apple, die Fiat-App hat sogar heimlich im Hintergrund mit   Facebook kommuniziert."

 

Ende der Privatsphäre im Auto

 

Wohlgemerkt ohne Einwilligung des Fahrers. Die gesetzlich eingebaute SIM-Karte dürfte das Ende der Privatsphäre im Auto einläuten. Das Bundesinnenministerium hat Medienberichten zugfolge bereits klare Pläne. Gespräche in Autos abhören, Daten in Echtzeit auslesenDigitale Hintertüren, damit Behörden jederzeit in die Steuerungssoftware eingreifen können.

 

Wer das nicht will, sollte seinen jetzigen Wagen noch lange fahren, falls der noch nicht bereits ständig online ist, rät Michael Bruns. "Viele Autos haben bereits eine SIM-Karte eingebaut. Die senden nicht nur den Kilometerstand oder die   Füllstände vom Öl oder Kühlwasser, sondern alles mögliche andere auch. Wer da sicher sein will, dem bleibt nichts anderes übrig, als ein altes Auto zu fahren."

 

Autofahrer können die Datensammelwut nicht stoppen, die Onlineverbindung lässt sich nicht abschalten.Sollten   Pläne der Behörden Wirklichkeit werden, dann sitzen Polizei und Geheimdienste bald nicht nur potentiell mit am Steuer. Sie könnten auch auf Mikrofone und Kameras digitalisierter Autos zugreifen.

 

 

Mein Vorschlag von 1989

 

Auf Seite Danke ist ausgeführt: 

 

Ich „danke“ weiter der gesamten Automobilindustrie und, soweit betroffen, deren Zulieferern, dass sie die durch Patent DE 38 36 026 geschützte Konzeption der elektronische Wegfahrsperre seit 1995 genutzt haben, ohne mir dafür Patentschutzgebühren zu bezahlen.

 

Gleiches gilt für die Nutzung des Europa-Patent EP 0 659 966 in den Staaten Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Schweden mit der geschützten Konzeption der Ortung von Fahrzeugen per Satellit, besser bekannt als GPS-System, das heute nicht zuletzt auch von Toll Collect genutzt wird.

 

Folgendes wurde bereits in 1989 Herrn Wissmann, damals Bundesverkehrsminister, seit 2007 Präsident Verband der Automobilwirtschaft, vorgeschlagen. 

 

Die elektronische Wegfahrsperre dient bei qualifizierter Umsetzung dazu, zu verhindern, dass Unbefugte ein Fahrzeug öffnen und in Betrieb nehmen können. Seit 1995 ist der Einbau dieser Technik in Fahrzeugen vorgeschrieben, aber nur desolat umgesetzt.  

 

Wenn diese Technik mit dem Tacho verbunden wird, kann man durch das Auslesen des Tachos den Kilometerstand abrufen, aber nicht feststellen, wo das Fahrzeug unterwegs war, und wer mit ihm gefahren ist

 

Wird dieser Tachostand einmal im Monat abgelesen, kann man - anstelle der Kfz-Steuer - eine Abrechnung vornehmen, die in Abhängigkeit der Fahrleistung fällig wird. Kostet ein Mercedes bspw. 10 Cent pro Kilometer und wird dieser im Monat 3.000 km bewegt, beträgt die Gebühr 300 EUR/Monat. Betragen die Kosten bei einem Fiat Panda 0,5 Cent pro Kilometer und wird dieser auch 3.000 Kilometer bewegt, beträgt die Monatsbelastung 15 EUR/Monat

 

Das heißt, dass anstelle der Kfz-Steuer eine Gebühr je gefahrenem Kilometer angesetzt werden kann, die davon abhängig ist, welchen Schadstoffausstoß etc. ein Fahrzeug hat bzw. in welchem Maß es die Umwelt belastet. Geht man also samstags zum Bäcker, anstatt zu fahren, dient dies nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Geldbeutel. Ausführlicher dazu auf Seite Alternative Pkw-Maut

 

Diese Technik wurde Herrn Wissmann vorgestellt - und abgelehnt. Dafür gibt es heute TollCollect mit dem gesamten damit zusammenhängenden Aufwand an Kontrollstellen auf den Autobahnen etc., di ekomplett überflüssig sind. Ohne Verlaub: Dieses System ist nur hirnrissig, genauso wie die von der CSU erpresste Pkw-Maut für ausländische Fahrzeuge. 

 

Man darf also getrost unterstellen, dass von der Staatsgewalt ganz bewusst beschlossen wurde, dass alle Fahrzeuge ab 1. April online sein müssen. Damit gilt ab 1. April 2018: 

 

 

Der Staat kann künftig jederzeit feststellen,

wo ein Fahrzeug unterwegs ist,

ggf. auch wer sich im Fahrzeug befindet,

und kann ggf. auch die Unterhaltung im Fahrzeug mitschneiden. 

 

 

Orwell lässt grüßen.