Totalversagen Katastrophenschutz

Publiziert 27.07.2021

 

Ein Wort zum katastrophalen Hochwasser u. a. an der Ahr.

 

 

Festzustellen ist ein

komplettes Versagen des Katastrophenschutzes.

 

 

Denn die Katastrophe war rechnerisch vorhersehbar. Dass die Katastrophe so eintrat, liegt daran, dass die Behörden sich nur an Richtlinien entlanghangeln. 

 

Folgende Annahme:

  • Ein Fluss mit einem regulären Bachbett von angenommen 10 m Breite und 1 m Tiefe, damit ein Inhaltsvolumen von 10 cbm Querschnitt
  • Ein Einzugsgebiet des Flusses von rechnerisch 30 km Länge und 5 km Breite
  • Ein Niederschlag im Einzugsgebiet von 200 l/qm

 

Nun die Berechnung.

  • bei 200 l/qm ergibt dies eine 20 cm hohe Wassersäule pro qm.
  • Bei einer Fläche von 5 qm summiert sich diese Wassersäule auf 1 cbm
  • Einzugsbiet ist 30 km x 5 km = 30.000 m x 5.000 m = 150 Mio. qm (150.000.000 qm)
  • Niederschlagsmenge je 200 l/qm auf 150.000.000 qm ergibt 30 Mio. l Wasser = 30.000.000 l oder 6 Mio. cbm Niederschlagswasser
  • Wasserfläche des Flusses beträgt bei 30 km Länge und 10 m Breite = 300.000 qm
  • Bezogen auf die angenommene Wasserfläche des Flußlaufes von 300.000 qm ergeben 6 Mio. cbm Niederschlagswasser  eine Wassersäule von 20 m Höhe auf die gesamte Flußlänge von 30 km.  

 

Und diese Menge musste im Fall durch das

im Plan angegebene Nadelöhr Dorf Schuld abfließen.

 

 

 

Da 20 m Wassersäule utopisch sind, breitet sich das Wasser nach links und rechts aus, Bei einer Flußbreite von 100 m reduziert sich die Wassersäule auf 2 m oder wesentlich mehr: Ist das Einzugsgebiet des Flusses größer als die angenommenen 30 qkm, erheblich mehr, muss natürlich auch mehr Niederschlagswasser durch das Dorf Schuld und weitere Orte davor und danach abfließen.

 

Dazu kommt, dass jede Brücke, jedes Haus, alles was dem Wasser im Weg ist, ein Hindernis darstellt und zu einem Rückstau als auch erhöhter Fließgeschwindigkeit führt.

 

Das heißt, diese katastrophalen Überschwemmungen waren vorhersehbar.

 

 

Katastrophale Leistung des Katastrophenschutzes

 

Vorab: Die vorgestellten Überlegen anzustellen war und ist nicht Sache der Meteorologen, es ist originäre Aufgabe des Katastrophenschutzes.

 

 

Die Hochwasserkatastrophe war rechnerisch vorhersehbar.

 

 

Was der Katastrophenschutz, wenn er nicht Dienst nach Richtlinie gemacht, sondern mit Sachverstand pragmatisch agiert hätte, hätte tun müssen, dann dies::

 

 

Alle voraussichtlich betroffenen Dörfer und auch Stadtteile

hätten evakuiert werden müssen.

 

 

Das Hochwasser "begradigt" Flußbiegungen räumt alles aus den Weg, was sich ihm entgegen stellt und braucht nur wenige Minuten, um eine Strecke von ein paar Kilometern zurückzulegen. Am eingetretenen Sachschaden an Gebäuden, Straßen, Brücken, Eisenbahnlinien etc. hätte eine Evakuierung nichts geändert. Aber:

 

 

Die betroffenen Menschen hätten bei rechtzeitiger Vorwarnung sich, Wertgegenstände wie Autos, Mobiliar,

Dokumente etc. sichern können.

 

Tote hätte es möglicherweise nicht gegeben,

 

 

... wenn die Menschen rechtzeitig vorgewarnt, aufgefordert worden wären, ihre Häuser zu verlassen und sich auf Anhöhen und nicht nur in obere Stockwerke zurückzuziehen. 

 

Fazit:

 

 

Der Katastrophenschutz war eine einzige Katastrophe,

ein pauschales Versagen der zuständigen Behörden

über alle Ebenen hinweg.