Machtgeile Parteien

publiziert 26.09.2017

 

 

Die Bundestagswahl vom 24.09.2017 ist vorbei. Das vorläufige amtliche Endergebnis gibt an:  

 

 

Bezieht man auch die Nichtwähler oder die ungültig abgegebenen Wählerstimmen mit ein, ergibt sich ein anderes Ergebnis, nämlich 

 

 

Dieses "ehrliche" Wahlergebnis bedeutet, dass 

  • 74,9 % der Wahlberechtigten die CDU/CSU nicht gewählt haben,
  • 84,4 % der Wahlberechtigten die SPD nicht gewählt haben
  • 90,4 % der Wahlberechtigten die AFD nicht gewählt haben
  • 91,4 % der Wahlberechtigten die FDP nicht gewählt haben
  • 92,6 % der Wahlberechtigten die Linke nicht gewählt haben
  • 92,8 % der Wahlberechtigten die Grünen nicht gewählt haben

 

Gibt es eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und die Grünen, so verfügen sie

  • nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zusammen über ein Votum von 52,5 % der Wähler
  • nach dem ehrlichen Wahlergebnis aber nur über ein Votum von 40,9 % der Wähler. 

 

Hier wird deutlich, wie verlogen das Bundeswahlrecht ist. 

 

Es ist ausgelegt, den Parteien die Herrschaft über Deutschland zu gewährleisten 

 

 

Nur 40 % der Wähler gehen zur Wahl

 

Angenommen, die Nichtwähler würden 60 % ausmachen, dann würden auf Parteien insgesamt nur 40 % aller Wählerstimmen entfallen, aber diese 40 Prozent wären bezogen auf die tatsächlich gültigen Wählerstimmen 100 Prozent

 

Unterstellt, dass es 50 Millionen wahlberechtigte Bürger gibt, dann entsprechen  

  • 60 % der Nichtwähler 30 Millionen Bürgern,
  • die 40 % der Wähler 20 Millionen Bürgern. 

Jetzt sind diese 20 Millionen Bürger oder 40 % aller Wahlberechtigten zur Wahl gegangen, und haben gemäß dem vorläufigen endgültigen Wahlergebnis mit 33,0 % CDU/CSU, 20,5 % die SPD etc gewählt. In diesem Fall ist nachfolgend die gleiche Sitzverteilung im Bundestag gegeben, wie bei der vorläufig festgestellten Wahlbeteiligung von 76,1 %. 

 

 

Damit gilt, dass die Wahlbeteiligung

am Ausgang der Wahl ein unbeachtlicher Faktor ist:

Alle Mandate werden von den Parteien vereinnahmt. 

 

 

Und so lange, wie CDU/CSU für sich die meisten abgegebenen Wählerstimmen auf sich vereinigen kann, so lange kann - und wird - diese Partei für sich in Anspruch nehmen, die Wahl gewonnen zu haben und das Recht auf Stellung des Bundeskanzlers für sich reklamieren. 

 

 

949 Wahlberechtigte wählen

 

Die Summe der oben im vorläufigen amtlichen Wahlergebnis ausgewiesenen Prozentpunkte beträgt 94,9 (33 + 20,5 + 12,6 + 10,7 + 9,2 + 8,9). Die den sonstigen Parteien zugefallenen Prozentpunkte sollen hier nicht weiter beachtet werden .

 

Um die erste Stelle hinter dem Komma weg zu bekommen, die Annahme, dass nicht 94,9 Bürger sondern von den angenommenen 50 Millionen nur 949 Bürger zur Wahl gehen. Von diesen wählen

  • 330 oder 33 % die CDU/CSU
  • 205 oder 20,5 % die SPD
  • 126 oder 12,6 % die AFD
  • 107 oder 10,7 % die FDP
  • 92 oder 9,2 % die Linken und
  • 89 oder 8,9 % die Grünen

Und prompt kann die CDU/CSU, wieder auf Grund des Ergebnisses von 33,0 % aller abgegebenen Wählerstimmen, behaupten, dass sie die Wahl gewonnen und vom Volk den Auftrag erhalten habe, die Regierung bzw. den Bundeskanzler zu stellen, obwohl sie tatsächlich nur 330 Wählerstimmen erhalten hat.  

 

 

Denn nur 949 Bürger insgesamt sind zur Wahl gegangen. 

 

 

 

Nur ein Wähler geht zur Wahl

 

Wie auf Seite Bundeswahlrecht bereits vorgestellt, reicht den Parteien eine einzige abgegebene Wählerzweitstimme aus, um im Bundestag alle regulären Mandate zu vereinnahmen. 

 

So einfach geht Wahlrecht. Und so einfach, konnten die Parteien über das Wahlrecht das deutsche Volk um das Recht zur tatsächlichen Ausübung der Staatsgewalt betrügen. 

 

 

Und das Volk, das "doofe", blickt diesen Betrug nicht. 

 

 

Wenn dieser eine Wähler Mitglied der CDU wäre, dann sitzen hinterher im Bundestag 598 Mitglieder der CDU, und kein einziger Abgeordneter von CSU und den anderen Parteien. Deren Ergebnis war ja null Wählerstimmen. 

 

Damit hätten wir eine Alleinherrschaft der CDU und eine Bundeskanzlerin, die faktisch wie ein Diktator (Hitler) herrschen und agieren kann. Problem dabei, da bei der CDU nur die Landeslisten ohne Bayern verbunden sind, wäre Bayern im Bundestag nicht vertreten.

 

Bei der SPD dagegen sind alle Landeslisten verbunden, wäre Martin Schulz damit zum "king of germany" gekürt. 

 

Merke: Das Bundeswahlrecht ist darauf angelegt, den Parteien über die Entmachtung des Volkes die Herrschaft über Deutschland zu verschaffen. Hierzu auch die Seite Die Spielregeln der BRD in Menuepkt. 4.0.

 

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