#2018-217 Die Kleinen hängt man, ...

Bild: kreis-anzeiger.de
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2009 folgende Schlagzeile auf SPIEGEL-Online: "Job weg wegen der falschen Abrechnung von zwei Pfandbons im Wert von 48 und 82 Cent. Das Berliner Landesarbeitsgericht hat die fristlose Entlassung einer Supermarkt-Kassierin bestätigt."  Dazu passt nicht, dass die Bundesregierung aktuell eine Gesetzesänderung plant, durch die das Autofahrverbot unter die Prämisse der Verhältnismäßigkeit gestellt werden soll: Ein wenig Verstoß gegen die Abgasvorschriften soll noch kein Fahrverbot bewirken, es soll die Verhältnismäßigkeit beachtet werden. Dabei ist ein Betrug ein Betrug, eine Nichteinhaltung von Vorschriften eine Nichteinhaltung von Vorschriften. 

 

Es ist also ein Unterschied ob eine Verkäuferin oder Wirtschaftsbosse betrügen. Hier kommt der Kopf ab, dort wird der Betrüger geschützt. Warum auch nicht, die Verkäuferin spendet ja der Partei nichts, der Unternehmer schon mal ein paar hunderttausend EURO - also ist mit ihm Nachsicht zu üben, und schon mal eine Beugung des Rechts geboten, anstatt ihn zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen zu verpflichten. Die Dummen: hunderttausende Dieselbesitzer.