Reichsbürger-Variationen

04.05.2018

 

 

Gemäß meinen Ausführungen auf der Seite Zweiklassengesellschaft gibt es in Abhängigkeit vom Staatsangehörigkeitsausweis zwei Varianten von Reichsbürgern. 

 

Tatsächlich, so meine aktuelle Erkenntnis, gibt es sogar drei Varianten von Reichsbürgern. Diese werden nun nicht festgemacht am Staatsangehörigkeitsausweis, sondern daran ob sie die "Bundesrepublik und ihre Rechtsordnung strikt ablehnen". So die zusammenfassende Erkenntnis im nachstehend abgedruckten Bericht in der Waiblingen Kreiszeitung vom 14.04.2018 

 

Bild: Waiblingen Kreiszeitung am 14.04.2018
Bild: Waiblingen Kreiszeitung am 14.04.2018

Ist das "strikte ablehnen" der Bundesrepublik und ihrer Rechtsordnung ein klares Kriterium, nach denen man einen Reichsbürger zweifelsfrei als Reichsbürger deklarieren kann? Nein, viel zu pauschal, als dass an diesem Aspekt eine wirkliche Bestimmung festgemacht werden könnte, wer Reichsbürger ist. 

 

Der Sache kommt man näher, wenn man "Bundesrepublik" weglässt und sich darauf konzentriert, was im Innenverhältnis relevant ist: Übrig bleibt die Rechtsordnung.

 

 

Reichsbürger ist,

wer die Rechtsordnung strikt ablehnt!

So die These.

 

 

Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem: Es gibt in Deutschland im Inneren nämlich zwei Rechtsordnungen:

 

    1, die behauptete grundgesetzkonforme Rechtsordnung

 

    2. die tatsächlich gegebene nicht grundgesetzkonforme Rechtsordnung,  

 

Nun zu den drei Varianten des Reichsbürgers. 

 

 

1. Variante

 

Wenn sich ein üblicher Bürger, der die gegebene Rechtsordnung ablehnt und sich z. B. nach den 1930er Jahren zurücksehnt, was kann er erreichen mit der Ablehnung der gegebenen Rechtsordnung? Richtig: Nichts. Er kann faktisch nur passiv tätig sein, denn er kann die nicht grundgesetzkonforme Rechtsordnung, welche ja die gegebene Rechtsordnung ist, ja nicht mal eben umbringen, erschießen oder abstechen, vergiften. Wie soll das gehen?

 

 

2. Variante

 

Wenn sich nun ein üblicher Bürger, der auch die gegebene, weil nicht grundgesetzkonforme Rechtsordnung ablehnt, sich aber nun nicht Hitler zurückwünscht sondern die grundgesetzkonforme Rechtsordnung als wirksames, geltendes Recht einfordert, was kann er erreichen? Richtig: Auch Nichts.

 

Auch er kann faktisch nur passiv tätig sein, seine Rechte gemäß grundgesetzkonformer Rechtsordnung einfordern. Und dann muss er abwarten, ob ihm die 3. Variante der Reichsbürger die Rechte zuweist, die ihm durch das Grundgesetz zugewiesen sind. Aktuelles Beispiel dazu auf Seite Zweite Beugung Art. 101, 103 GG

 

 

Aber: kann der Bürger ein Reichsbürger sein,

der aktiv nicht die Rechtsordnung infrage stellt, sondern "nur"

die grundgesetzkonforme Variante der Rechtsordnung einfordert?

 

 

Er lehnt ja weder die Bundesrepublik noch ihre Rechtsordnung ab, aber er fordert strikt die Einhaltung des Grundgesetzes, der darin verankerten Rechte. Denn:

 

 

Nur dann, wenn das Grundgesetz sowohl in Bund

und den Bundesländern von der Staatsgewalt akzeptiert ist,

dann kann man von der Gegebenheit einer intakten BRD und einer

grundgesetzkonform gegebenen Rechtsordnung sprechen.

 

 

Der Übergang von der nicht grundgesetzkonformen Rechtsordnung zur grundgesetzkonformen Rechtsordnung wird durch die Reichsbürger der 3. Variante systematisch verhindert.

 

 

 

3. Variante 

 

Die dritte Variante der Reichsbürger sind die Personen, die als Beamte, als Richter, als Staatsanwälte, als Abgeordnete oder Polizisten, aktiv dafür sorgen, dass nicht die grundgesetzkonforme Rechtsordnung gültig ist/wird, sondern die gegebene, aber nicht grundgesetzkonforme Rechtsordnung angewandt wird. (Bewusst wird das Wort angewandt benutzt und nicht gültig, denn alle grundgesetzwidrigen Normen sind ungültig.)

 

 

Also sind die Beamten, Richter, Staatsanwälte etc. pp.

die echten, die tatsächlichen Reichsbürger,

weil sie die - grundgesetzkonforme - Rechtsordnung strikt ablehnen, indem sie aktiv die nicht grundgesetzkonforme erhalten. 

 

 

In Anwendung des zitierten Berichtes sind also die Beamten die aktiven, die wahren Reichsbürger, die Zerstörer der grundgesetzkonformen Rechtsordnung, bezeichnen aber im Zusammenspiel mit den Medien die Bürger, die nur passiv agieren können, als Reichsbürger.

 

 

Das ist infam, das ist dreist. 

 

 

Tatsächlich begehen die Reichsbürger der 3. Variante, die originären Reichsbürger, täglich tausendfach Straftaten, indem sie die im Grundgesetz verankerten Rechte vorenthalten, gar vorsätzlich demolieren. 

 

 

Die Beugung des Grundgesetzes durch Richter allein

passiert täglich tausendfach. 

 

 

So wie mein Richter auf Probe Dautel, der mein Recht auf rechtliches Gehör bereits zweifach gebeugt hat.

 

Natürlich agieren andere Staatsdiener analog dazu. So mein Schneck, der rechtswidrig als Selbständiger hoheitsrechtliche Amtshandlungen durchführt. Oder Landrat Sigel vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis, der Anweisung gab, keine Staatsangehörigkeitsausweise mehr auszustellen. 

 

 

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

 

Ein Beispiel für ein rechtswidriges Verhalten liefern offenbar in Absprache alle Staatsangehörigkeitsbehörden. Sie verweigern unisono die Ausstellung des Staatsangehörigkeitsausweis. Grundlage: selbst kreiertes "Recht". 

 

Frage: Wer agiert hier gegen Recht und Gesetz? Diejenigen, die den Staatsangehörigkeitsausweis beantragen, oder diejenigen, welche die Ausstellung des Ausweises verweigern?

 

 

Der Bürger kann Normen nur ablehnen oder dagegen verstoßen.

 

Die nicht grundgesetzkonform gegebene Rechtsordnung

am Leben erhalten oder gar eine

gegebene grundgesetzkonforme Norm deformieren,

das können nur die Mitglieder der drei Gewalten. 

 

 

Beispiel: Die Staatsangehörigkeitsbehörde des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis in Waiblingen. Verantwortlich: Landrat Sigel. 

 

 

Staat wäre nicht mehr handlungsfähig

 

Würde man alle Staatsdiener aus dem Staatsdienst entlassen, welche gegen die grundgesetzkonforme Rechtsordnung verstoßen (haben), dann wäre der Staat nicht mehr handlungsfähig.  

 

 

So würde es faktisch keine Richter mehr geben. 

 

 

"Zum Glück" entscheiden aber die Richter selber, ob sie ein Reichsbürger sind, weil sie das Grundgesetz nicht achten. So bleibt dem deutschen Volk eine grundgesetzwidrig agierende, systematisch Recht beugende Richterschaft erhalten.